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Epigenomics erreicht Schlüsselmeilenstein in der Entwicklung des Prostatakrebs-Klassifikationstests
Datum:  Dienstag, 21.12.2004

Pressemitteilung, Berlin

Die Epigenomics AG (Frankfurt, Prime Standard: ECX), ein Molekulardiagnostikunternehmen, welches Tests basierend auf DNS-Methylierung entwickelt, gab heute die erfolgreiche Identifizierung von mehreren DNS-Methylierungsmarkern bekannt, die stark mit der Aggressivität von Prostatakrebs korrelieren. Epigenomics hat nun erfolgreich Biomarker für alle fünf initialen Produkte innerhalb der Partnerschaft mit Roche Diagnostics identifiziert. Das Erreichen des Meilensteins ist mit einer nicht veröffentlichten weiteren Meilensteinzahlung von Roche an Epigenomics verbunden.

Mit Hilfe proprietärer Technologien konnte Epigenomics ein Reihe von DNS-Methylierungsmarkern identifizieren, die stark mit dem Gleason Score in Prostatakarzinomproben von Prostatektomie (operative Entfernung der Prostata) -Patienten korrelieren. Der Gleason Score ist gegenwärtig der am meisten angewandte Marker für die Einschätzung der Prognose bei Prostatakrebs. Die Kandidatenmarker korrelieren außerdem mit einem frühen PSA (Prostate Specific Antigen)- Wiederanstieg nach einer radikalen Prostatektomie, selbst bei Fällen mit mittelgradigem Gleason Score, die mit dem Gleason nicht weiter in verschiedende Risikogruppen unterteilt werden können. Für die Zukunft könnte das bedeuten, dass Patienten, denen die Prostata entfernt wurde, künftig gezielter nachbeobachtet werden können.

Zur Zeit werden für die Kandidatenmarker Assays entwickelt und diese auf einer großen Anzahl klinischer Gewebeproben validiert. Ziel von Epigenomics’ molekularem Klassifikationsprojekt für Prostatakrebs („PC-MCT“) ist die Entwicklung eines diagnostischen Tests, der nach einer positiven Prostatabiopsie angewendet werden soll, um zwischen aggressiven und nicht-aggressiven Formen von Prostatakrebs zu unterscheiden. Die Techniken, die derzeit zur Einteilung von Prostatakrebspatienten eingesetzt werden und die Grundlage für die Wahl einer geeigneten Behandlungsstrategie bilden, sind in ihrer Aussagekraft limitiert, da sie subjektiv sind und die Ergebnisse von Labor zu Labor unterschiedlich ausfallen.

„Das Management von Prostatakrebs ist heute stark durch das Fehlen eines zuverlässigen Biomarkers eingeschränkt, der den klinischen Verlauf der Krankheit vorhersagt. Die Daten unserer Studien zeigen, dass diese Kandidatengene als informative prognostische Marker genutzt werden können und weitere Studien sinnvoll sind. Unser Ziel ist es, einen In-Vitro-Test zu entwickeln, der Patienten mit aggressiven und nicht-aggressiven Krebsformen unterscheidet und hilft, die Behandlung für den jeweiligen Patienten zu optimieren“, kommentiert Gary Schweikhardt, Leiter der strategischen Geschäftseinheit Diagnostik bei Epigenomics.
„Wir haben hiermit alle initialen Meilensteine unserer Kooperation mit Roche Diagnostics erreicht. Wir sind sehr zufrieden mit den kontinuierlichen Fortschritten, die wir in diesem und anderen Produktentwicklungen bislang machen und gemacht haben.“

Die Zusammenarbeit zwischen Epigenomics und Roche Diagnostics, einem weltweit führenden Molekulardiagnostik-Unternehmen, umfasst die Entwicklung von Tests zur Diagnose von Prostata-, Darm- und Brustkrebs; einen Test zur molekularen Klassifikation von Prostatakrebs und einen weiteren prädiktiven Test, der die Wahrscheinlichkeit des Rückfalls bei Frauen vorhersagt, deren Brustkrebs mit der Standardtherapie Tamoxifen behandelt wird.
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